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  • Jutta

Von Zweifeln und der Magie des Dampfes!

Oft genug strickt man etwas und ist so gar nicht überzeugt.

Es sieht überhaupt nicht aus, als ob es jemals passen könnte…


Gerade bei ungewöhnlichen Konstruktionen kann das gut und gerne vorkommen. Und die gibt es bei mir ja zuhauf.


Weil langweilig mag ich nicht.

Und ich muss auch immer was Neues ausprobieren. Das war schon früher so. Meine häufigste Frage, mit der ich schon zu Schulzeiten alle genervt habe, war: „aber könnte man das nicht auch anders, so oder so machen?!“

Du strickst also ein Design von Hinterm Stein und glaubst, es wird ein Oktopus. Oder es ist völlig verschrumpelt und ähnelt mehr einer Ziehharmonika als einem Pullover. So ist es zum Beispiel meinen Testerinnen gegangen, als sie als erste meinen Fibonacci Love gestrickt haben: was wird das? eine Rüschenbluse? ...


Und dann kommt Jutta mit der Wunderwaffe. Dampf.

Ganz einfach.

Und schon ist alles gut.


Wann immer ich nicht sicher bin, ob etwas passt, zücke ich das Dampfbügeleisen.

Es ist fast so gut wie waschen und blocken.

Weil, auch wenn Du Deinen Pulli anprobierst, ungebügelt sieht er komplett anders aus. Und das kann so einen großen Unterschied machen!


Und es ist so einfach. Bügeln können wir ja wirklich alle, oder?


Also: Einfach das Dampfbügeleisen auf „Wolle“ oder „Seide“ einstellen (gerade so heiß, dass die Dampf-Funktion aktiviert wird), Wasser einfüllen und von der Rückseite am Bügelbrett oder auf einer weichen Unterlage bügeln. Dabei so dehnen, wie es nachher sein soll.


Viel Dampf. Wenig Druck. Und nach jeder Stelle kurz liegen lassen und ein wenig abkühlen lassen, damit sich die Wolle auch merken kann, wie sie jetzt liegen soll.


Ich beginne mit den großen glatten Flächen / Rücken und arbeite mich an den Seiten nach vorne, dann sieht man auch wie lange zum Beispiel bei einer Jacke die vordere Blende werden sollte. Und falls nötig, kann


man die Stelle gleich mit Stecknadeln fixieren und ein wenig dehnen.


Wenn ich es gerade sehr eilig habe, lasse ich alles auf der Nadel. Da muss man aber höllisch aufpassen, dass das Seil nicht heiß wird und schmilzt.

Besser ist es, das Gestrick zuvor auf einen Faden (Baumwolle, reißfest) zu ziehen, dann lässt es sich viel leichter auflegen und das Ergebnis wird schöner. Und vor allem kann man es dann richtig anprobieren, ohne dass die Nadeln herumbaumeln und das Ergebnis völlig verfremden.


Und dann kann man sehen, wie schön es wird! 😊


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